Tschüss Raidboxes – Hallo Cloudways

Raidboxes ist ein toller WordPress-Hoster aus Deutschland, der ganz hervorragend für WordPress-Hosting geeignet ist – insbesondere dann, wenn es um Geschwindigkeit und Sicherheit, sowie Stabilität geht. Dieser Service kostet durchaus auf den ersten Blick und im Vergleich zu den allgemein bekannten Hosten ungewohnt viel, lohnt aber in jedem Fall, wenn es darum geht mit der […]

Raidboxes ist ein toller WordPress-Hoster aus Deutschland, der ganz hervorragend für WordPress-Hosting geeignet ist – insbesondere dann, wenn es um Geschwindigkeit und Sicherheit, sowie Stabilität geht.

Dieser Service kostet durchaus auf den ersten Blick und im Vergleich zu den allgemein bekannten Hosten ungewohnt viel, lohnt aber in jedem Fall, wenn es darum geht mit der eigenen WordPress Seite beim Besucher Eindruck zu schinden (und ab Mai 2021 mit den Core Web Vitals letztlich auch bei Google). Daher war ich seit 2 Jahren glücklicher und zufriedener Partner von Raidboxes

Überragend ist auch das durchdachte Verwaltungstool, in dem der WordPress Admin / Developer alle wichtigen Funktionen findet und sich nicht mit Dingen auseinandersetzen muss, die mit WordPress nichts zu tun haben. Der Support antwortet stets schnell, aber leider nicht immer ganz nach meinen Wünschen. Das ist der Punkt, warum ich Raidboxes den Rücken gekehrt habe.

Das Problem: Raidboxes Support

Wie gesagt, der Support antwortet in aller Regel sehr schnell und auch sehr freundlich. Fragen werden routiniert beantwortet – alles passt. Nun hatte ich aber ein besonderes Anliegen: Ich wollte zu einer Raidbox (also zu einem VServer) weitere Domains hinzufügen, die letztlich im Root-Verzeichnis landen sollen. Der Plan war, mit dem WordPress-Plugin “Domain Mapping” diese zusätzlichen Domains WordPress-Intern mit der Domain auf entsprechende Unterseiten zu verteilen.

Das war soweit aus SEO-Sicht eine recht interessante Geschichte. Alte Domains ohne Weiterleitungen wieder eine Bestimmung zu geben, ohne dabei eine neue WordPress Instanz aufbauen zu müssen. Das konnte Raidboxes jedoch nicht. Zusätzliche Domains sind zwar möglich, diese werden aber instant per 301 Redirection auf die Hauptdomain weitergeleitet.

Meine Anfrage an den Support lautete also, ob sich an diesem Zustand etwas verändern lässt: Zusätzliche Domains einfach in das Root-Verzeichnis mappen, den Rest würde WordPress erledigen.

Die Antwort vom Support war erstaunlich ausführlich, am Ende aber aus meiner Sicht einfach nur sinnfrei. Ich hatte Problem und Lösung geschildert. Statt aber nun meine Idee aufzugreifen und das intern auf den Prüfstand zu stellen und die Lösung zur Verfügung zu stellen, wurde über andere Möglichkeiten schwadroniert, irgendwelche Proxy-Lösungen etc. – für mich nicht im Ansatz zielführend.

Da ich ähnliche Situationen auch schon bei anderen Anfragen erlebt hatte, also viel Text, wenig Lösung – war ich vor 3 Monaten final genervt und habe mich nach flexibleren Alternativen umgesehen.

Kinsta als Raidboxes Alternative?

Kinsta macht ja ordentlich Lärm und wirbt ebenfalls auf dem deutschen Markt. Hier wird das Hosting über Google Cloud angeboten, was gleich noch mal (auch im Einkauf) etwas teurer ist. Die Kinsta Seite schaut toll aus, hat einen für WordPress-Themen extrem sichtbaren Blog und auf einem guten Weg sich in Deutschland neben Raidboxes zu etablieren.

Also rein in den Login, Demoprojekt angelegt und Zack: Enttäuscht.

Keine Ahnung ob ich mich zu blöd angestellt habe, aber die Performance der Testseite war unterirdisch. Alleine das Backend ist zwar sehr schön, aber stellenweise einfach nur langsam. Eine Änderung an den Settings und die Oberfläche war gefühlt für 5 Minuten gesperrt. Ätzend! Die Test-Website hätte ich genauso gut bei einem Massenhoster ablegen können, ebenfalls einfach nur langsam. Also auch wenn ich das Kinsta Marketing sehr, sehr cool finde – die Technik hat mich nicht überzeugt, oder ich habe wesentliche Dinge übersehen. Für den monatlichen Preis von 30 USD, wollte ich mich aber nicht weiter damit beschäftigen. Das muss instant funktionieren, ich muss da bei dem Preis nicht noch rumspielen müssen und sollte von der ersten Sekunde an durch maximale Performance förmlich erschlagen werden. Das Gegenteil war der Fall, die Wartezeiten haben mich förmlich erschlagen.

Cloudways – da kommt Freude auf!

Cloudways ist ein Anbieter, der unterschiedliche Cloud-Hoster bedient und dort managed Hosting mit WordPress-Images für dich zur Verfügung stellt. Du kannst dabei wählen, ob du einen Server bei

anlegen möchtest.

Wenn wir das mit Raidboxes vergleichen wollen: Geht nicht!

Der Lösungsansatz von Cloudways ist nicht direkt mit Raidboxes zu vergleichen. Denn bei Cloudways musst du zunächst wählen, wo du hosten möchtest (Provider / Standort) und du bist am Ende auch selbst für dein WordPress verantwortlich. Also Backups fallen beispielsweise nicht vom Himmel und insgesamt geht es in der Verwaltungsoberfläche mehr um den Server als um WordPress selbst.

Dafür habe ich aber eine tolle Spielwiese, kann mir den Server so konfigurieren wie ich es möchte, ohne dabei wirklich tief gehende Kenntnisse von Linux, Apache und NGINX zu haben. Für mich ist das perfekt und ich kann auch mehrere kleine Kunden auf einen VServer packen, was nicht nur hilft, die dünn werdenden IP4 Adressen zu schonen, sondern letztlich einfach auch aus ökologischer Sicht sinnvoller handeln. Klar: Es sind VServer, der eigentliche Server rennt so oder so – die Anzahl der VServer pro Server ist aber limitiert und wenn dann auf jedem VServer nur eine kleine WP Installation mit reservierten Ressourcen vorgehalten wird, die wegen der Größe des kleinen Projektes nicht ausgereizt wird, dann ist das am Ende auch Ressourcen-Verschwendung.

Ich persönlich favorisiere übrigens die VULTR High Frequenz VServer mit Standort Frankfurt – die machen echt richtig Freude!

Gibt es auch Nachteile bei Cloudways?

Bestimmt. Ich habe aber noch nicht so viele erkannt.

Zugegeben, dass Cloudways Backend haut einen (ähnlich wie bei Kinsta) nicht unbedingt vom Hocker. Die Verwaltungsoberfläche ist wenn geladen recht übersichtlich, die Filterfunktionen jedoch etwas gewöhnungsbedürftig – dass aber ist Jammern auf hohem Niveau.

Cloudways kommt nicht aus Deutschland, immerhin aber (zumindest offiziell) aus der EU – der Firmensitz ist Malta. Laut Website gibt es darüberhinaus noch Standorte in Spanien (EU) und Pakistan (Asien). Es ist davon auszugehen, dass der größte administrative Impact aus Pakistan kommt – ist ja aber am Ende auch egal, dass Internet ist überall. Durch den Firmensitz in Malta gelten aber DSGVO / GDPR wie in Deutschland und das finde ich beruhigend. Die Verteilung der Administration rund um den Erdball finde ich hingegen sogar begrüssenswert.

Ob ich das im Falle einer größeren Störung (die es bislang nicht gab und deren Wahrscheinlichkeit ich schlecht einschätzen kann) immer noch so sehen würde… – ich denke da wäre mir ein Ansprechpartner in Deutschland tatsächlich lieber… – aber dazu müsste es ja erstmal zu einem Worst Case kommen. Gehen wir einfach mal optimistisch davon aus, dass es den Worst Case nicht gibt – denn dafür erstellen wir ja Backups (BTW: nicht nur bei Cloudways)

Fazit zum Schluss

Versteht mich nicht falsch: Raidboxes ist für WordPress Hosting aus Deutschland für normale WordPress Installationen ohne Sonderlocken ein Top-Dienstleister.

Ich benötige aber immer mal wieder die eine oder andere Sonderlocke und bin mit dem Raidbox-Support in diesen Sachen nicht immer ganz warm geworden. Daher finde ich für meine persönlichen Bedürfnisse die Cloudways Lösung besser.

Wer aber in Sachen WordPress wirklich den Rücken frei haben möchte und keinen Bock auf englischen Support hat, nicht in den Server-Settings rumfummeln möchte und am Ende wenig Bock auf Experimente hat, der ist bei Raidboxes super aufgehoben. Und bei Standard-Fragen ist der Raidboxes Support wie erwähnt auch super schnell und kompetent.

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