Es geht doch nicht nur um Social Media

Also, dass ich kein großer Freund von Social Media bin, dürfte bekannt sein. Ich habe mich solange über Facebook aufgeregt, dass ich dort inzwischen Hausverbot habe. Dabei kann ich natürlich verstehen, dass Social Media für viele eine Chance darstellt, in bestimmten Nischen um Aufmerksamkeit zu ringen und möglicherweise darüber sogar ordentlich Traffic zu kassieren. Das […]

Also, dass ich kein großer Freund von Social Media bin, dürfte bekannt sein. Ich habe mich solange über Facebook aufgeregt, dass ich dort inzwischen Hausverbot habe.

Dabei kann ich natürlich verstehen, dass Social Media für viele eine Chance darstellt, in bestimmten Nischen um Aufmerksamkeit zu ringen und möglicherweise darüber sogar ordentlich Traffic zu kassieren. Das ist vollkommen legitim und grandios wenn es funktioniert. Social Media ist eine wichtige Disziplin – nur sollte meines Erachtens die Richtung sollte eingehalten werden. Social Media sollte für euch arbeiten, nicht andersrum!

Die Richtung muss stimmen!

Häufig wird an den Webdesigner der Wunsch herangetragen, die Social-Media Profile ganz oben und stolz auf der zu erstellenden Website zu platzieren. Je mehr Social Media Icons, desto wichtiger. Auf den ersten Blick mag das sinnvoll sein, denn immerhin werden diese Kanäle ja mühevoll mit Inhalten gefüllt und dort kann uns ja auch gefolgt werden. Auf den zweiten Blick stellen diese Social Media Absprungstellen nach meinem Eindruck eine große Gefahr dar.

Wo ist das Problem?

Social Media sollte dazu dienen uns im riesigen Internet etwas Gehör zu verschaffen und Personen auf uns und unsere Produkte und Dienstleistungen aufmerksam zu machen, sich mit uns zu verbinden. Idealerweise um am Ende auch etwas zu tun, womit wir unser Geld verdienen: Unsere Seite besuchen, einkaufen und zufrieden Kunden werden. Damit wird Geld verdient. Der Weg von Social Media zu unserer Website bzw. unserem Online-Shop ist also nachvollziehbar und logisch

 

Die Aufmerksamkeitsspanne ist im Internet ja durchschnittlich eher gering. Wir alle gucken, klicken! Oh Titten (sorry, aber das betrifft ja immerhin knapp 50% aller Internetnutzer), oh Rabatte, oh Skandale – oh SCHUHE…!

Das was wir eigentlich gerade wichtig war, ist Sekunden später unwichtig geworden. Wir lassen uns manipulieren, lassen uns treiben und nirgendwo anders als auf den Social Media Kanälen gelingt das besser. Sie sind dafür gedacht uns die Zeit zu vertreiben und möglichst an uns zu binden.

Leute! Ihr habt einen Besucher auf eurer Website! Wie geil ist das denn?

Teilt ihm doch mit, was ihr von ihm möchtet! Zeigt ihm was ihr gut könnt und warum er bei euch richtig ist und schickt ihn nicht auf Seiten, die ihn von eurer Seite wieder weg locken. Ein Klick auf Facebook, letzter Beitrag vor 3 Monaten – rechts Werbeanzeigen zu ähnlichen Themen. Tschüss du lieber Besucher, nett das da uns besucht hast. Blöd das du jetzt weg bist und nicht zuletzt wegen unseres angestaubten, 3 Monate alten Facebook-Beitrags noch nicht mal motiviert warst, unser totaler Fan zu werden.

Wir lassen uns doch alle treiben!

Genau solche Leute werden gebraucht, auf unserer Website! Leute die eine Aufgabe haben – und für die wir eine Lösung anzubieten haben. Und nur die bieten wir auf unserer Website an! Und wenn unser Themenschwerpunkte gerade nicht Social Media ist, dann sollten wir die Leute auf unserer Website auch nicht mit Social Media ablenken.

Denke ich falsch?

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